Vocaliter Zyklen Juni 2026

Sa. 27.06.2026 19:00 Uhr
Kirche St. Petri Altona, Schillerstraße 22, 22767 Hamburg

Vocaliter stellt sein Sommerkonzert unter das Motto „Zyklen“ mit A-cappella-Werken in vier Sprachen. Der früheste Liederkreis entstammt der Feder Felix Mendelssohns. Seine Sechs Sprüche zum Kirchenjahr schrieb er unter der preußischen Agende von 1829, die Anweisungen zur damaligen Gottesdienstgestaltung beinhaltete. Demnach sollten Chorgesänge „kurz und einfach“ sein. Mendelssohn sah darin eine Herausforderung und vertonte für den Gottesdienstgebrauch sechs Halleluja-Gesänge. Die sind in der Tat kurz – nur mit der Einfachheit nahm es Mendelssohn nicht so genau.

Ganz andere Voraussetzungen fand Ralph Vaughan Williams vor, der 1951 gebeten wurde, für einen Chorwettbewerb eine möglichst herausfordernde Komposition anzufertigen. So entstanden die „Three Shakespeare Songs“, in denen er zwei Passagen aus dem Schauspiel „Der Sturm“ und ein Lied aus der Komödie „Ein Sommernachtstraum“ vertonte.

Hohe Literatur erklingt auch in Paul Hindemiths stimmungsvollen „Six Chansons“ mit Gedichten von Rainer Maria Rilke. Der Lyriker schrieb sie in französischer Sprache, als er in den 1920er Jahren im Schweizer Kanton Wallis lebte. Dorthin emigrierte während der Nazizeit auch Paul Hindemith, wo er auf den Gedichtzyklus aufmerksam gemacht wurde. Bereits vier Tage nach der ersten Lektüre hatte Hindemith das musikalische Manuskript der „Six Chansons“ fertiggestellt.

Eingeflochten in das Konzert sind Kompositionen des Letten Ēriks Ešenvalds. Streng genommen handelt es sich bei diesen Gesängen nicht um einen Zyklus im eigentlichen Sinne. Doch ergeben die zeitgenössischen Perlen christlicher Musik eine sakrale Einheit, die Anfang und Ende des Konzerts umschließt.

Vocaliter, der Kammerchor südlich der Elbe, stellt sein Sommerkonzert unter das Motto „Zyklen“. Auf dem Programm stehen A-cappella-Werke in lateinischer, französischer, englischer und deutscher Sprache, unter anderem mit vertonten Texten von William Shakespeare und Rainer Maria Rilke. Dabei treffen weltliche Zyklen von Paul Hindemith und Ralph Vaughan Williams auf einen sakralen Liederkreis von Felix Mendelssohn – und auf Gesänge von Ēriks Ešenvalds, die zwischen den einzelnen Zyklen musikalische Akzente setzen. Jedoch ergeben auch die zeitgenössischen Perlen des lettischen Komponisten eine sakrale Einheit, die Anfang und Ende des Konzerts umschließt.

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